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Bonner Gymnasien und Inklusion

…Sich davor drücken geht nicht. Jetzt  geht es auch an drei Bonner Gymnasien , und Inklusion geht wirklich ALLE an!

Flugblatt der Stadtschulpflegschaft dazu  :

http://www.ssp-bonn.de/dateien/uploads/inklusion_geht_alle_an.pdf

Basisinformation Inklusion nach der Grundschule von der Stadtschulpflegschaft

Elternbefragung zur Schulsituation durch die Stadtschulpflegschaft

Elternbefragung

Details der Elternbefragung

Die Situation laut General-Anzeiger

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Aufsicht-bestimmt-drei-Inklusions-Gymnasien-article1733102.html

zum Beispiel Inklusion am Helmholtz – Gymnasium

http://hhg-bonn.de/inklusion

28.09.2015 BONN. Ab dem kommenden Schuljahr werden in Bonn auch drei Gymnasien, und zwar das Friedrich-Ebert-, das Helmholtz- und das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA), offiziell Inklusionsschulen. Eltern von Förderkindern können also demnächst ihren Nachwuchs an diesen drei Gymnasien vorstellen.

Die Inklusion am Anfang: http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Aufsicht-bestimmt-drei-Inklusions-Gymnasien-article1733102.html

Der ursprüngliche Antrag:

Die Debatte um Gymnasien und Inklusion hatte in Bonn bereits einen längeren Vorlauf: Im Schulausschuss vom Mai 2015 hatte die Politik die Verwaltung beauftragt, Fragen zu formulieren, die die Gymnasien beantworten sollten. Der kommende Schulausschuss bringt die Antworten einiger Gymnasien auf die Fragen. Wenn Sie beim Lesen Ideen dazu haben, freuen wir uns über Ihre Zuschriften!

Hier sehen Sie die Tagesordnung für den nächsten Schulausschuss am 25.11.15

 

Schwimmen ohne naß zu werden – Inklusion ohne Schüler ?

https://www.gl-bonn.de/aktuelles/neuigkeiten/125-kommentar-zum-artikel-%E2%80%9Elinke-und-spd-scheitern-mit-antrag-inklusions-debatte-um-gymnasien%E2%80%9C-%C3%BCber-den-schulausschuss-vom-6-5-2015

Warum gibt es in Bonn keine Inklusion an Gymnasien- also einem Drittel der SCHulen? ?

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Jetzt forderte die Linksfraktion in ihrem Antrag auf Verpflichtung von drei Gymnasien, genau diese Umsetzung ein – und wurde von der Koalition glatt abgebügelt. Was für ein Armutszeugnis! Es traut sich niemand hier in Bonn, ein Gymnasium zur Inklusion wirklich aktiv zu bewegen? Das kann doch nicht wahr sein! Wie lange wollen die Gymnasien das Recht auf inklusive Bildung noch aussitzen? Abgesehen von den zwei oder drei wenigen, die bereits Kinder in Einzelintegration beschulen, wollen bislang alle weiteren lieber einfach so tun als gäbe es unsere Kinder nicht?
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Als besonderer Hohn erscheint es in diesem Zusammenhang, dass die Schulaufsicht sogar die Gesamtschulen mit noch mehr und noch mehr Kindern mit Behinderungen bedenken will, auch die Zahl 18 Kinder für eine sechszügige Gesamtschule soll ganz offenbar noch immer nicht das Ende der Fahnenstange sein. All dieses Bemühen, nur um die Gymnasien weiterhin außen vor lassen zu können? Und dass dabei die jetzt schon über ihre Grenzen gehenden Gesamtschulen mit Qualität dann kaum mehr aufwarten können. Die bisher gelebten und gut funktionierenden Zusammensetzungen der Klassen können dann so nicht mehr dargestellt werden, das wurde im sog. „Brandbrief“ der Schulpflegschaften der Bonner Gesamtschulen sehr deutlich dargestellt.(…)

Unter denen haben vor allem die Bonner Gymnasien bisher wenig Erfahrung mit dem Gemeinsamen Lernen. Und das macht Dirk Prinz ist sauer. Er sieht eine auffallende Zurückhaltung der Gymnasien, den gesetzlichen Auftrag zur Inklusion wahrzunehmen.

„In allen 19 Bonner Gymnasien sind im laufenden fünften Schuljahr von über 1900 Schülern ganze zwei Kinder mit Förderbedarf aufgenommen worden. Das bedeutet ein Verhältnis von 0,01 Prozent“, rechnet der Vorsitzende des Lehrerrates der Gesamtschule Beuel vor. Dagegen hätten die fünf Bonner Gesamtschulen, abgesehen von den Kindern in den Förderschulen, über die Hälfte aller Förderkinder integriert.

Schulen in Bonn: Inklusion ist Neuland für Gymnasien | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/Inklusion-ist-Neuland-fuer-Gymnasien-article1279141.html#plx381254558

Eltern mit Kindern werden zu Bittstellern degradiert- es geht tatsächlich um ein Menschenrecht!

„Wir hatten keine Chance“, sagte seine Mutter. Denn die Familie wohnt in Bonn-Nord. Die Beueler Grundschule besuchte das Kind, weil sie barrierefrei ist. Von daher lag es nahe, dass Johannes auf die IGS wechseln wollte. Stattdessen habe die Schulaufsicht das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium angeboten, so Bethke.

Das EMA sei für Johannes jedoch baulich völlig ungeeignet. „Mich treibt am meisten auf die Palme, dass wir an der Gesamtschule nicht wie die Familien mit Regelkindern am Losverfahren teilnehmen durften“, sagte Bethke. Für Ingrid Gerber ist das gesonderte Anmeldeverfahren, das für die Eltern auch nicht transparent genug kommuniziert worden sei, erneut eine klare Benachteiligung von Familien mit Kindern mit Förderbedarf.

„Es hat sich leider auch in den Jahren seit Ratifizierung der UN-Konvention nicht wirklich gravierend verändert, dass diese Eltern als Bittsteller von Schule zu Schule tingeln und immer wieder Ablehnungen erhalten“, sagte sie. An der für diese Familien begehrtesten Schulform, der Gesamtschule, mussten der Schulverwaltung zufolge 51 Kinder mit Förderbedarf abgelehnt werden. Grund: An den fünf Bonner Gesamtschulen stehen insgesamt nur 56 Plätze in den Inklusionsklassen zur Verfügung.

Der kleine Johannes (9) ist körperbehindert. Weil er keinen Platz in einer inklusiven Klasse an der Beuel Gesamtschule bekommen hat, demonstriert er mit anderen im Stadthaus vor Beginn der Schulausschuss-Sitzung.                Foto: Barbara Frommann

Den abgewiesenen Kindern hat die Schulaufsicht einen Platz an einer anderen weiterführenden Schule in Wohnortnähe versprochen, wie etwa im Fall einer Familie mit einem lernbehinderten Kind, die namentlich nicht genannt werden will. Sie wohnt zwar in der Nähe der IGS, erhielt dort aber auch keinen Platz für den Sohn. Daraufhin, so der Vater, habe die Schulaufsicht die Anne-Frank-Hauptschule empfohlen. „Aber die Schule bildet keine Eingangsklassen mehr“, sagte er.

Ein Versehen, erfuhr er später, er solle seinen Elfjährigen an der Beueler Realschule anmelden. Doch der Vater pocht auf den Gesamtschulplatz. Notfalls wolle er klagen, sagte er. Ein Dilemma, wie Schuldezernentin Angelika Wahrheit einräumte. „Wir befinden uns auf Pioniergebiet“, sagte sie und kritisierte, das Gesetz sei mit „heißer Nadel gestrickt“. Schulrat Andreas Paul versicherte, für alle Familien werde eine Lösung gefunden. Dahinter setzen Bethke und ihre Mitstreiter allerdings ein großes Fragezeichen.(Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/ am 21.5.2015)

Die Gemeinsame Erklärung der Gesamtschulen Bonn :

http://www.ssp-bonn.de/dateien/uploads/inklusion_geht_alle_an.pdf

Die Erklärung des FEG-Gymnasiums in Bonn: http://www.feg-bonn.de/inklusion.html

Die Stimme der  Stadtschulpflegschaft:

„(…) unsere Umfrage bei Bonner Schülereltern“, antwortet auf GA-Anfrage Ulrich Meier, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft. 105 Eltern mit Kindern ohne Förderbedarf sowie 50 Eltern mit Förderkindern hätten kritisiert, dass in Bonn die Gesamt- und Grundschulklassen für Inklusion viel zu groß seien und wichtige pädagogische Doppelbesetzungen abgebaut würden. „Dabei werden immer mehr Kinder, auch Flüchtlingskinder auf unsere Schulen zukommen“, warnt Meier. Das Argument des Landes, die demografische Wende werde die Lage entschärfen, ziehe in Bonn also nicht. „Es fehlen also zuerst einmal Räume, um die Klassenfrequenz zu verkleinern. Bonn muss sich überlegen, wie es Gelder vernünftig einsetzt.“

Überforderte Lehrer und zu große Klassen: Inklusion: Bonner Eltern sind unzufrieden | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonn-zentrum/Inklusion-Bonner-Eltern-sind-unzufrieden-article1636946.html#plx1801824033

Stadt Bonn will im Schulbereich sparen

Von allen Verantwortlichen in Bonn. Oberbürgermeister Nimpsch, Verwaltung und Parteien wird betont, dass Bildung eine hohe Priorität hat.
Diese Aussagen legen den Schluss nahe, dass der Schulbereich von den Sparmaßnahmen ausgeschlossen wird.

Das Gegenteil ist leider der Fall.  Die Verwaltung hat eine umfangreiche Liste von Kürzungen oder Streichung von Leistungen sowie Streckung von Investitionen im Bereich Schule vorgelegt.  Insgesamt sollen im Schulbereich 1.3 Mio Euro (2015) sowie
1.65 Mio Euro (2016) eingespart werden.
Die Stadtschulpflegschaft hat aus diesem Grund eine Stellunganahme and den OB Nimptsch und die Fraktionen im Bonner Stadtrat übergeben.
Download Stellungnahme der Stadtschulpflegschaft Bonn

Insbesondere die Kürzung der Zuschüsse für OGS-Plätze und der damit dann einhergehenden Verkürzung der Betreuungszeiten stand in den letzten Wochen in der Diskussion. Dieser Bereich ist aber nur Teil einer größeren Liste von vorgeschlagenen Sparmaßnahmen.

In der folgenden Tabelle sind die Sparvorschläge der Verwaltung zusammengefasst.
Liste Sparmaßnahmen
Die Liste ist den beiden Schulausschuss-Vorlagen entnommen:
– Haushaltsplan 2015/16 – Schulaussauschuss hier klicken
– Änderungsvorschläge Verwaltung hier klicken

Sparmaßnahmen im Bereich OGS
Insgesamt sollen in dem OGS-Bereich 2015 381.000 Euro und 2016 856.000 Euro eingepart werden.

Abschulung- Gymnasien inklusionsfähig machen!

http://bildungsklick.de/a/89969/sekundar-und-gesamtschulen-werden-deklassiert/

Abschulung

„Sekundar- und Gesamtschulen werden deklassiert“

Ohne Abschaffung der Abschulung wird die Bildungspolitik in NRW unglaubwürdig

Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Gymnasium, Inklusion, Nordrhein-Westfalen, Sitzenbleiben, Schule

16.01.2014 -(red) Aus durchschnittlich jeder zweiten Realschul- und Gymnasialklasse in Deutschland wurde im Schuljahr 2010/11 ein Schüler abgeschult. Die Zahlen variieren von Bundesland zu Bundesland. Ist mit dem zweigliedrigen Schulsystem und dem Inklusionsauftrag möglicherweise ein Ende der bildungsbiografischen „Rolltreppe abwärts“ in Sicht? Brigitte Schumann zur Situation in Nordrhein-Westfalen.

Hinter dem bürokratischen Terminus „Abschulung“ verbirgt sich die in Deutschland gängige, im Ausland hingegen unübliche Praxis, Schülerinnen und Schüler mit Leistungsschwächen aus ihrer gewohnten Schulgemeinschaft auszuschließen und auf andere Schulformen mit geringerem Leistungsanspruch abzuschieben. In unserem hierarchisch gegliederten Schulsystem machen die Gymnasien und Realschulen davon reichlich Gebrauch. Statt die Abschulungspraxis nicht zuletzt auch wegen ihrer Unvereinbarkeit mit dem staatlichen Inklusionsauftrag endlich zu beenden, hat das nordrhein-westfälische Schulministerium fast zeitgleich mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Inklusion in Schulen die Aufnahmeverpflichtung für abgeschobene Schülerinnen und Schüler auf die Gesamtschulen und Sekundarschulen ausgeweitet.

Abschulung schadet den betroffenen Kindern und Jugendlichen

Der erzwungene Schulwechsel ist ebenso wie die Rückstellung, die Klassenwiederholung und die Sonderschulüberweisung eine auf die Sicherung fiktiver Homogenität ausgerichtete Selektionsmaßnahme. Wir wissen aus der Schulforschung, dass mit all diesen institutionellen Maßnahmen die Betroffenen beschämt und beschädigt werden. „Produziert werden damit Erfahrungen des Versagens, des Nichtkönnens, des Ausgeschlossenwerdens“, so Prof. Tillmann. Nicht selten beginnt für die Kinder und Jugendlichen, die in grob irreführender Weise behördlich als „Rückläufer“ bezeichnet werden, die bildungsbiografische „Rolltreppe abwärts“.

Diese deutsche Form der Durchlässigkeit „nach unten“ hat in der Vergangenheit die Hauptschule zum Auffangbecken für die in und an den gegliederten Schulformen Gescheiterten werden lassen. Sie hat im Ergebnis wesentlich zur unaufhaltsamen institutionellen und pädagogischen Krise der Hauptschule beigetragen, die immer mehr Bundesländer zur Einführung der Zweigliedrigkeit veranlasst. Aktuell konnten Wissenschaftler im Bildungsbericht Ruhr (2012) errechnen, dass sich die Zahl der im 5. Schuljahr aufgenommenen Hauptschüler durch Abschulung bis zum 9. Schuljahr in NRW mehr als verdoppelt, während das Gymnasium in NRW im gleichen Zeitraum 6% seiner Schüler abgibt.

Für die abgebenden Schulen ist die Abschulung profitabel. Sie gewinnen einen Stellenüberhang, denn die Lehrerstellenanteile der abgeschobenen Schülerinnen und Schüler folgen diesen eben nicht automatisch zu den neuen Schulen, sondern bleiben rechnerisch an den abgebenden Schulen.

Verwaltungsvorschriften verfügen radikalen Politikwechsel

Mit der Entscheidung des Schulministeriums wird die unverantwortliche Praxis der Abschiebung nicht nur fortgesetzt und weiterhin belohnt. Es verändert sich grundlegend auch die systemische Stellung der Sekundarschule und der Gesamtschule im Verhältnis zur Realschule und zum Gymnasium in NRW. Als integrierte Schulformen, die der Praxis des längeren gemeinsamen Lernens verpflichtet sind, werden sie entgegen ihrem Selbstverständnis und pädagogischen Auftrag für die Abschulung in Anspruch genommen und sollen für exkludierte Schülerinnen und Schüler zuständig sein, die Gymnasien und Realschulen als „schlechte“ Schüler nicht mehr gebrauchen können. Mit dieser Funktionalisierung für die Selektion des gegliederten Schulsystems wird ihre pädagogische Arbeit öffentlich abgewertet.

Herbeigeführt wurde die radikale Veränderung durch eine einfache Neufassung der Verwaltungsvorschriften (VV) zur Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Sek. I (APO-SI). Das Ministerium konnte so die folgenreiche Entscheidung ohne Beteiligung des Schulausschusses im Düsseldorfer Landtag im Alleingang treffen. Auch Stellungnahmen der bei gewichtigen Schulangelegenheiten anzuhörenden Verbände mussten nicht eingeholt werden. Erst nach Vollzug wurde diese Änderung mit der Veröffentlichung im Juli-Amtsblatt 2013 kommuniziert.

Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten um festzustellen, dass die Verwaltungsvorschriften mit ihrer negativen Wirkung auf Gesamtschulen und Sekundarschulen zu allererst in den Kommunen zur Anwendung kommen, die über keine Hauptschule mehr verfügen oder die neben dem Gymnasium nur noch eine Gesamtschule oder eine Sekundarschule besitzen. Die neuen Vorschriften passen sich den schulstrukturellen Veränderungen mit dem Trend zur Zweigliedrigkeit in NRW an und gehen dabei voll zu Lasten der integrierten Schulformen.

Gesamtschulen protestieren gegen Vertrauensbruch

Die Vertreter der Gesamtschulen sind von dieser Nacht- und Nebelaktion kalt erwischt worden. Entsprechend heftig fiel auch ihr Protest aus. In einem Offenen Brief hat sich die Schulleitungsvereinigung der Gesamtschulen in NRW (SLV GE) an Schulministerin Sylvia Löhrmann gewendet und sowohl das Verfahren als auch die Entscheidung scharf kritisiert. Weiterlesen

http://bildungsklick.de/a/82436/kaum-inklusion-nach-grundschule/

(…)“International wird zu 85 Prozent inklusiv unterrichtet, bei uns sind es nur 20 Prozent“, sagte Klemm. Dabei ist Deutschland mit der seit 2009 geltenden UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet, allen behinderten Kindern – auf Wunsch der Eltern – einen gemeinsamen Unterricht in einer Regelschule zu ermöglichen. Davon sei Deutschland aber noch weit entfernt. „In den 50er, 60er Jahren galt es als fortschrittlich, für behinderte Kinder möglichst viele Sonderschulen zu errichten. Seit ein paar Jahren weiß man auch in Deutschland: Das ist eine Sackgasse“, sagte er. Vorbehalte gegen inklusiven Unterricht gebe es vor allem bei den Gymnasien: „Sie haben den Auftrag, Begabte zu fördern. Für den normalen Gymnasiallehrer ist es daher erst mal ein Widerspruch in sich, lernschwierige Kinder aufzunehmen“, sagte der Bildungsforscher. „Bei Eltern nichtbehinderter Schüler gelten die Ängste vor allem dem gemeinsamen Unterricht mit geistig behinderten und emotional-sozial gestörten Kindern.“ All diese Sorgen müsse man ernst nehmen. „Erstaunlich ist aber, dass dort, wo Inklusion gemacht wird, die Vorbehalte verschwinden.“ Und: „Man kann nicht naiv-blauäugig sagen, wir bringen einfach alle Kinder zusammen und alles wird gut. Man muss die pädagogischen Konzepte ändern, Überzeugungsarbeit leisten. Inklusion ist eine wirklich große Aufgabe.“