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Schwimmen ohne naß zu werden – Inklusion ohne Schüler ?

https://www.gl-bonn.de/aktuelles/neuigkeiten/125-kommentar-zum-artikel-%E2%80%9Elinke-und-spd-scheitern-mit-antrag-inklusions-debatte-um-gymnasien%E2%80%9C-%C3%BCber-den-schulausschuss-vom-6-5-2015

Warum gibt es in Bonn keine Inklusion an Gymnasien- also einem Drittel der SCHulen? ?

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Jetzt forderte die Linksfraktion in ihrem Antrag auf Verpflichtung von drei Gymnasien, genau diese Umsetzung ein – und wurde von der Koalition glatt abgebügelt. Was für ein Armutszeugnis! Es traut sich niemand hier in Bonn, ein Gymnasium zur Inklusion wirklich aktiv zu bewegen? Das kann doch nicht wahr sein! Wie lange wollen die Gymnasien das Recht auf inklusive Bildung noch aussitzen? Abgesehen von den zwei oder drei wenigen, die bereits Kinder in Einzelintegration beschulen, wollen bislang alle weiteren lieber einfach so tun als gäbe es unsere Kinder nicht?
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Als besonderer Hohn erscheint es in diesem Zusammenhang, dass die Schulaufsicht sogar die Gesamtschulen mit noch mehr und noch mehr Kindern mit Behinderungen bedenken will, auch die Zahl 18 Kinder für eine sechszügige Gesamtschule soll ganz offenbar noch immer nicht das Ende der Fahnenstange sein. All dieses Bemühen, nur um die Gymnasien weiterhin außen vor lassen zu können? Und dass dabei die jetzt schon über ihre Grenzen gehenden Gesamtschulen mit Qualität dann kaum mehr aufwarten können. Die bisher gelebten und gut funktionierenden Zusammensetzungen der Klassen können dann so nicht mehr dargestellt werden, das wurde im sog. „Brandbrief“ der Schulpflegschaften der Bonner Gesamtschulen sehr deutlich dargestellt.(…)

Unter denen haben vor allem die Bonner Gymnasien bisher wenig Erfahrung mit dem Gemeinsamen Lernen. Und das macht Dirk Prinz ist sauer. Er sieht eine auffallende Zurückhaltung der Gymnasien, den gesetzlichen Auftrag zur Inklusion wahrzunehmen.

„In allen 19 Bonner Gymnasien sind im laufenden fünften Schuljahr von über 1900 Schülern ganze zwei Kinder mit Förderbedarf aufgenommen worden. Das bedeutet ein Verhältnis von 0,01 Prozent“, rechnet der Vorsitzende des Lehrerrates der Gesamtschule Beuel vor. Dagegen hätten die fünf Bonner Gesamtschulen, abgesehen von den Kindern in den Förderschulen, über die Hälfte aller Förderkinder integriert.

Schulen in Bonn: Inklusion ist Neuland für Gymnasien | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/Inklusion-ist-Neuland-fuer-Gymnasien-article1279141.html#plx381254558

Eltern mit Kindern werden zu Bittstellern degradiert- es geht tatsächlich um ein Menschenrecht!

„Wir hatten keine Chance“, sagte seine Mutter. Denn die Familie wohnt in Bonn-Nord. Die Beueler Grundschule besuchte das Kind, weil sie barrierefrei ist. Von daher lag es nahe, dass Johannes auf die IGS wechseln wollte. Stattdessen habe die Schulaufsicht das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium angeboten, so Bethke.

Das EMA sei für Johannes jedoch baulich völlig ungeeignet. „Mich treibt am meisten auf die Palme, dass wir an der Gesamtschule nicht wie die Familien mit Regelkindern am Losverfahren teilnehmen durften“, sagte Bethke. Für Ingrid Gerber ist das gesonderte Anmeldeverfahren, das für die Eltern auch nicht transparent genug kommuniziert worden sei, erneut eine klare Benachteiligung von Familien mit Kindern mit Förderbedarf.

„Es hat sich leider auch in den Jahren seit Ratifizierung der UN-Konvention nicht wirklich gravierend verändert, dass diese Eltern als Bittsteller von Schule zu Schule tingeln und immer wieder Ablehnungen erhalten“, sagte sie. An der für diese Familien begehrtesten Schulform, der Gesamtschule, mussten der Schulverwaltung zufolge 51 Kinder mit Förderbedarf abgelehnt werden. Grund: An den fünf Bonner Gesamtschulen stehen insgesamt nur 56 Plätze in den Inklusionsklassen zur Verfügung.

Der kleine Johannes (9) ist körperbehindert. Weil er keinen Platz in einer inklusiven Klasse an der Beuel Gesamtschule bekommen hat, demonstriert er mit anderen im Stadthaus vor Beginn der Schulausschuss-Sitzung.                Foto: Barbara Frommann

Den abgewiesenen Kindern hat die Schulaufsicht einen Platz an einer anderen weiterführenden Schule in Wohnortnähe versprochen, wie etwa im Fall einer Familie mit einem lernbehinderten Kind, die namentlich nicht genannt werden will. Sie wohnt zwar in der Nähe der IGS, erhielt dort aber auch keinen Platz für den Sohn. Daraufhin, so der Vater, habe die Schulaufsicht die Anne-Frank-Hauptschule empfohlen. „Aber die Schule bildet keine Eingangsklassen mehr“, sagte er.

Ein Versehen, erfuhr er später, er solle seinen Elfjährigen an der Beueler Realschule anmelden. Doch der Vater pocht auf den Gesamtschulplatz. Notfalls wolle er klagen, sagte er. Ein Dilemma, wie Schuldezernentin Angelika Wahrheit einräumte. „Wir befinden uns auf Pioniergebiet“, sagte sie und kritisierte, das Gesetz sei mit „heißer Nadel gestrickt“. Schulrat Andreas Paul versicherte, für alle Familien werde eine Lösung gefunden. Dahinter setzen Bethke und ihre Mitstreiter allerdings ein großes Fragezeichen.(Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/ am 21.5.2015)

Die Gemeinsame Erklärung der Gesamtschulen Bonn :

http://www.ssp-bonn.de/dateien/uploads/inklusion_geht_alle_an.pdf

Die Erklärung des FEG-Gymnasiums in Bonn: http://www.feg-bonn.de/inklusion.html

Die Stimme der  Stadtschulpflegschaft:

„(…) unsere Umfrage bei Bonner Schülereltern“, antwortet auf GA-Anfrage Ulrich Meier, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft. 105 Eltern mit Kindern ohne Förderbedarf sowie 50 Eltern mit Förderkindern hätten kritisiert, dass in Bonn die Gesamt- und Grundschulklassen für Inklusion viel zu groß seien und wichtige pädagogische Doppelbesetzungen abgebaut würden. „Dabei werden immer mehr Kinder, auch Flüchtlingskinder auf unsere Schulen zukommen“, warnt Meier. Das Argument des Landes, die demografische Wende werde die Lage entschärfen, ziehe in Bonn also nicht. „Es fehlen also zuerst einmal Räume, um die Klassenfrequenz zu verkleinern. Bonn muss sich überlegen, wie es Gelder vernünftig einsetzt.“

Überforderte Lehrer und zu große Klassen: Inklusion: Bonner Eltern sind unzufrieden | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bonn/bonn-zentrum/Inklusion-Bonner-Eltern-sind-unzufrieden-article1636946.html#plx1801824033

Stadt Bonn will im Schulbereich sparen

Von allen Verantwortlichen in Bonn. Oberbürgermeister Nimpsch, Verwaltung und Parteien wird betont, dass Bildung eine hohe Priorität hat.
Diese Aussagen legen den Schluss nahe, dass der Schulbereich von den Sparmaßnahmen ausgeschlossen wird.

Das Gegenteil ist leider der Fall.  Die Verwaltung hat eine umfangreiche Liste von Kürzungen oder Streichung von Leistungen sowie Streckung von Investitionen im Bereich Schule vorgelegt.  Insgesamt sollen im Schulbereich 1.3 Mio Euro (2015) sowie
1.65 Mio Euro (2016) eingespart werden.
Die Stadtschulpflegschaft hat aus diesem Grund eine Stellunganahme and den OB Nimptsch und die Fraktionen im Bonner Stadtrat übergeben.
Download Stellungnahme der Stadtschulpflegschaft Bonn

Insbesondere die Kürzung der Zuschüsse für OGS-Plätze und der damit dann einhergehenden Verkürzung der Betreuungszeiten stand in den letzten Wochen in der Diskussion. Dieser Bereich ist aber nur Teil einer größeren Liste von vorgeschlagenen Sparmaßnahmen.

In der folgenden Tabelle sind die Sparvorschläge der Verwaltung zusammengefasst.
Liste Sparmaßnahmen
Die Liste ist den beiden Schulausschuss-Vorlagen entnommen:
– Haushaltsplan 2015/16 – Schulaussauschuss hier klicken
– Änderungsvorschläge Verwaltung hier klicken

Sparmaßnahmen im Bereich OGS
Insgesamt sollen in dem OGS-Bereich 2015 381.000 Euro und 2016 856.000 Euro eingepart werden.

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SOS: Inklusion kein Sparmodell

Hamburg

SOS Inklusion: „Zur Zeit wird das Personal an den Schulen verheizt“

Lehrerkammer Hamburger plädiert für Zwei-Pädagogen-System (Doppeltbesetzung)

Mehr zu: Ausstattung, Bildungsausgaben, Bildungschancen, Hamburg, Inklusion, Schule

07.11.2014 -(red/pm). – Die Lehrerkammer Hamburg warnt aktuell davor, dass ohne erhebliche zusätzliche Arbeitszeit und neue Stellen die Inklusion an Regelschulen scheitern werde, weil SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sonst in Gefahr gerieten, zum lästigen Sand im Getriebe in einem traditionellen Fachunterricht zu werden. Sie schlägt deshalb für Inklusionsklassen die pädagogische Doppelbesetzung (Zwei-Pädagogen-System) vor.

Schon im März 2012 hatte die Lehrerkammer darauf hingewiesen, dass die von der Politik angestrebte und jetzt umgesetzte Form der Inklusion ein Sparmodell ist, und dass es ein Fehler ist, die erfolgreichen Systeme der I/IR-Klassen abzuschaffen. An der Unterfinanzierung werden die Unterrichtsqualität und die Förderqualität leiden.

Dabei fängt die wirkliche Arbeit jetzt erst an.
Für das – auch vom Hamburger Bündnis für schulische Inklusion – angestrebte Ziel der Inklusion in allen Schulformen muss das gesamte Personal an allen Schulen befähigt und wirksam unterstützt werden, damit Inklusion im Schulalltag wirksam umgesetzt werden kann. Lehrkräfte, die bisher allgemeine Erziehungs- und Bildungsarbeit leisteten und deren Ausbildung und Stundendeputat nur dafür ausgelegt waren, müssen in die Lage versetzt werden, zusätzlich selber inklusiven Unterricht zu erteilen. Dies stellt eine nie dagewesene Zäsur im Schulalltag dar.

Ohne erhebliche zusätzliche Arbeitszeit und neue Stellen wird Inklusion an Regelschulen scheitern, weil SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sonst in Gefahr geraten, zum lästigen Sand im Getriebe in einem traditionellen Fachunterricht zu werden. Genau dies aber soll Inklusion vermeiden. Die Lehrerkammer schlägt deshalb noch einmal vor, in Hamburg zu der langjährig hervorragend bewährten Ausstattung der I/IR-Klassen zurückzukommen. Die systemische Ressource sollte sich daher an dem Zwei-Pädagogen-System (Doppeltbesetzung) der I/IR-Klassen orientieren.

Zahlreiche Praxisprobleme müssen an den Schulen schnellstmöglich ausgeräumt werden. Dies betrifft etwa die Probleme beim Ausfall (z. B. Krankheit) einer Lehrkraft und die fehlende Verfügbarkeit qualifizierten Personals. Inklusionstaugliche Bildungspläne fehlen immer noch. Der diagnostische Vorlauf wird von der Behörde nicht ausreichend (durch Arbeitszeitzuweisung) abgesichert. Und oftmals reicht das Raumangebot nicht für pädagogisch sinnvolle Inklusionsmaßnahmen.

Wo bleibt die Unterstützung für die Schulleitungen und FörderkoordinatorInnen, die die Organisation und Struktur der Förderung an ihrer Schule planen müssen? Engagierte Kolleginnen und Kollegen fühlen sich im Alltagsgeschäft allein gelassen. Unter diesen Bedingungen verliert Inklusion an Zuspruch. Die Lehrerkammer appelliert an die Politik und Verwaltung, diese Probleme ernst zu nehmen und wirksame Unterstützung zu organisieren – im Interesse aller SchülerInnen.

Zur Zeit sind an vielen Schulen die KollegInnen massiv überlastet und Fehlentwicklungen werden in ihrer Tragweite unterschätzt oder ignoriert. Die Lehrerkammer fordert die Politik auf, Inklusion endlich zu dem zu machen, was sie sein soll.

pdf: LKSt_141106_SOS_Inklusion

Mehr zur Inklusion in der Stellungnahme der Lehrerkammer vom 23.02.2012: LKSt_120223_Inklusion

Gemeinsam Lernen- NRW/Broschüre

http://www.nrw-eineschule.de/

Gemeinsam lernen von der 1. bis zur 10. Klasse

Broschüre des NRW-Bündnis digital und gedruckt verfügbar
Titel

Die 2. Auflage unserer Broschüre ist weiterhin in Papierform gegen einen Unkostenbeitrag zu bestellen bei Uta Kumar ( utakumar@gmx.de ). Auch größere Bestellmengen sind möglich. Weiter unten ist der download klickbar. In den enthaltenen Texten wird die grundsätzliche Intention unseres Bündnisses verdeutlicht. Unterschiedliche Unterstützungsorganisationen, -gruppen und Einzelpersonen beleichten verschiedene Facetten der frühen Selektion von SchülerInnen und ihrer Folgen.

Wer wir sind und was wir wollen!Eine Schule für alle

 

Schule ist gemeinsame Zukunft- board für …

Definition Inklusion (und Integration)

Übersetzung Inklusion

Die Menschen fragen: Was ist denn Inklusion nun wirklich?

Wir haben einen einfachen Weg gefunden in unseren Gruppen und workshopsum dies zu beantworten Wir erklären das eigentlich jeder diese Antwort schon weiß.
Im Herzen und von Ihrer Lebenserfahrung her sind Menschen zweifelsohne in der Lage diesen Unterschied zwischen Inklusion und Exklusion zu verstehen. Sie müssen nur an das was Sie schon wissen erinnert werden. Dann sagen Wir:

Erinnert Euch an eine Zeit in der Ihre Euch wahrhaft ausgeschlossen fühltet. Welche Worte kommen Euch in den Sinn?

Allgemein formen die Menschen etwa folgende Worte aus dem Herzen:

„furchtbar, einsam, ängstlich, traurig, verrückt, unglücklich, elend depressiv „usw.
Nun erinnert Euch wann Ihr Euch wirklich wilkommen fühltet , aufgehoben, Included/inkludiert. Wie habt Ihr Euch gefühlt?
Die Antworten sind meist:
„glücklich, außerordentlich, geliebt, großartig, wunderbar, wichtig, angegeregt, warm , gesund… „ usw. …

Kurz und gut: Inklusion heißt Willkommensein . (Verein Mittendrin e.V.)