Index für Inklusion

Es ist normal, anders zu sein-

Entwicklung von Institutionen begleiten auf dem Weg zur Inklusion

aus den Seiten der Montag-Stiftung

Der Index für Inklusion

Der Index für Inklusion wurde 2003 von Tony Booth und Mel Ainscow (Manchester) entwickelt und auf Initiative von Prof. Dr. Andreas Hinz und Ines Boban (Luther-Universität Halle-Wittenberg) für deutsche Verhältnisse übersetzt und adaptiert. Der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterIndex für Inklusion kann auf der Seite des EENET in verschiedenen Sprachen als Volltext heruntergeladen werden.

Er beinhaltet eine Sammlung von Materialien, Aussagen und Fragen zur Qualität der relevanten Aspekte, die eine „alle Kinder und Jugendliche willkommen heißende“ Bildungseinrichtung ausmachen. Der Index für Inklusion gibt zahlreiche Hinweise für eine systematische Schulentwicklung und Anregungen zur Reflexion und Selbstevaluation. Der Grundgedanke des Index besteht darin, die vorhandene Vielfalt in Schule oder Kindertagesstätten wahrzunehmen, zuzulassen und als wertvoll und Bereicherung zu erfahren.

Index hier

Während Integration im Bildungssystem noch an einer Kategorisierung festhält, nämlich zum Beispiel „Kinder mit und ohne Förderbedarf“ oder „Kinder mit und ohne Migrationshintergrund“ separat zu „denken“ bzw. zu unterrichten, sieht die Inklusion als Leitidee die Lerngruppe als unteilbar an und nimmt alle und alles am Bildungsprozess Beteiligte in den Blick: SchülerInnen, PädagogInnen, alle MitarbeiterInnen, die Kultur der Bildungseinrichtung, Inhalte bis hin zum Gebäude.

Das Inklusionskonzept beinhaltet im Wesentlichen den Abbau von Barrieren für das Lernen und die Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen aller Nationen, Ethnien, Religionen, Herkunftsfamilien, Geschlechts etc. So soll individuellen, sehr unterschiedlichen Erfahrungen und Lernzugängen von Kindern und Jugendlichen entsprochen werden und diese Wertehaltung, die Vielfalt als Bereicherung erlebt, auf die drei Ebenen Kultur, Struktur und Praktiken der Bildungseinrichtungen übertragen werden. Durch über 700 Fragen können die Einrichtungen unterschiedliche Bereiche im Sinne eines inklusiven Leitbildes reflektieren und Veränderungsprozesse initiieren.

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